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BenQ Siemens
BenQ steht für „Bringing Enjoyment and Quality to Life“ (dieser englische Slogan kann man mit: „bringt Vergnügen und Qualität ins Leben“ übersetzen). Eine Vielzahl von Namenswechsel kennzeichnet die Geschichte des Unternehmens.
Vor 2001 hieß das Unternehmen Acer Communications + Multimedia und war eine Tochter des taiwanesischen Computer Herstellers Acer. Die wichtigsten Verkaufsobjekte waren und sind Mobiltelefone und Computerzubehör. Das Unternehmen produziert weltweit nicht nur in Taiwan sondern auch in China, den USA und weiteren Ländern.
Um sich mit seiner Marke in Europa bekannt zu machen, investierte BenQ erhebliche Millionenbeiträge in Sponsoring und Werbung und trat auch als Sponsor der Fußball EM auf. In 2005 lag der Jahresumsatz von BenQ bei 12,4 Milliarden US Dollar.
BenQ Siemens kommt als Bezeichnung daher, dass BenQ in 2005 die Mobiltelefon-Sparte der deutschen Firma Siemens übernahm, deshalb stand (und steht) auf vielen Handys dieser Begriff. Dieser Name wird nach Aussagen von Insidern mit 5 Mio. Euro angesetzt. Für eine begrenzten Zeitraum darf BenQ Handys mit dem Namen BenQ Siemens verkaufen und zwar auch dann, wenn diese gar nicht an den ehemaligen Siemens Standorten produziert werden.
Siemens wollte die Mobilfon-Sparte abgeben, da sie verlustbringend war. Schon beim Verkauf gab es Gerüchte, dass es Siemens nur darum gegangen sei, die Kosten einer möglichen Auflösung der Mobiltelefon-Sparte (Sozialpläne, Mitarbeiterabfindungen) nach außen zu verlagern. Selbst wenn Siemens für diesen Konkurs Geld gezahlt hätte (was bisher nicht bewiesen ist), wäre dies billiger gewesen als die firmeninterne Auflösung und somit hätte Siemens Geld gespart. Tatsächlich hat Siemens aber an BenQ für die Übernahme gezahlt, offiziell sind durch den Verkauf 350 Mio. Euro Kosten für Siemens entstanden.
Es kam dann genauso wie es die gewerkschaftlichen Kritiker befürchtet hatte. Kaum ein Jahr nach der Übernahme, gab BenQ das Ende seines Engagement in der Mobilfon Produktion in Deutschland bekannt. Da niemand die deutsche Mobilfon Beteiligung übernehmen wollte oder kann, werden alle Mitarbeiter entlassen. Inzwischen wurde auch bekannt, dass BenQ etwa 500 Millionen Euro von der ehemaligen Siemens Mobilfon Sparte abgeführt hatte, kurz bevor diese Tochtergesellschaft in Insolvenz gehen musste.
Die meisten Gläubiger konnten keine Verständnis für dieses Vorgehen aufbringen und klagten gegen den Mutterkonzern in Taiwan. Die Mitarbeiter, Gewerkschaften und Betriebsräte wollen dagegen Geld von Siemens als Vorbesitzer; schließlich hatten Sie zur Rettung des Unternehmens auf Löhne verzichtet, als sie als Mitarbeiter noch zum Siemenskonzern gehört hatten. Dieses Geld hatte der Konzern gern eingesteckt. Manche Polemiker vertraten auch die Meinung, dass die Siemens-Mitarbeiter mit ihrem Lohnverzicht die Provisionszahlungen von Siemens an BenQ finanziert hätten. Siemens weißt natürlich diese Polemik zurück.
Die Insolvenz der deutschen Mobilfon-Sparte hat den Aktienkurs von BenQ deutlich nach oben gebracht. Nun will sich BenQ als globale Marke des „digitalen lifestyle“ positionieren. Das Ziel von BenQ ist es, sich „irgendwo zwischen Sony und Samsung“ zu etablieren, sagte der Deutschland-Chef M. Grote in einem Gespräch mit der Zeitschrift Wirtschaftswoche.
Seit September 2007 hat BenQ wieder einen neuen Namen: Qisda. Dieser neue Name heißt ausgeschrieben „Quality Innovation Speed Driving and Achievements“ (oder in der deutschen Übersetzung: Qualität Innovation Geschwindigkeit Tatkraft und Vollendung“).
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