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Die Grundig AG
Das Unternehmen Grundig wurde gegründet vom gleichnamigen Max Grundig und ist ein deutsches Unternehmen, welches Unterhaltungselektronik herstellt. Der Sitz der Grundig AG ist in Fürth/Bayern beziehungsweise in Nürnberg. Grundig galt sehr lange als Symbol des deutschen Wirtschaftswunders und erwachte zu dieser Zeit zu einem Traditionsunternehmen. Im Jahre 2003 ging das Unternehmen insolvent.
Geschichtlicher Hintergrund:
Der wirtschaftliche Aufstieg von Grundig begann im Jahre 1930 mit der Gründung des Radiovertriebes Fürth. Im Jahre 1945, als der Krieg zu Ende war, erkannte der Gründer Max Grundig einen potentiellen Absatzmarkt, insbesondere für Radiogeräte. Daraufhin begann die Produktion des ersten Gerätebausatzes, der sich" Heinzelmann" nannte. Im Jahre 1947 wurde das erste Verwaltungs-und Fabrikgebäude erbaut und wurde mit Fertigstellung zum Hauptfertigungsstandort.
Im Jahre 1951 wurden die ersten Fernseherempfänger angefertigt, was bewirkte das das Unternehmen fortan sehr schnell expandierte. Zu dieser Zeit war das Unternehmen Grundig bereits größter Rundfunkgerätehersteller in Europa. Um weiter zu expandieren, wurden Unternehmen aus Karlsruhe, Frankfurt am Main und Nürnberg aufgekauft. Unter diesen Unternehmen befanden sich auch bekanntere Marken wie Triumph und die Adlerwerke.
Genau diese zwei Unternehmen fusionierten im Jahre 1956 und waren ab diesem Zeitpunkt unter dem Firmennamen Triumph-Adler AG bekannt. Das Unternehmen produzierte damals fast ausschließlich Büromaschinen, jedoch unter eigenem Namen und nicht unter der Marke Grundig.
Im Jahre 1960 wurden Teile der Fertigung erstmals ins Ausland verlegt. So wurden beispielsweise Tonbandgeräte in Irland für Grundig produziert. Des Weiteren ging die Expansion in Nürnberg und Fürth weiter, indem neue Fertigungshallen erbaut wurden. Jedoch trennte sich im Jahre 1968 Grundig von der Triumph-Adler AG und wandelte kurz darauf sein Unternehmen in eine reine Aktiengesellschaft um.
Doch die guten Zeiten sollten nicht für immer andauern. Im Jahre 1984 verkaufte Max Grundig das Unternehmen an Philips, einen niederländischen Elektrokonzern. Da sich das Unternehmen unter Philips auch nicht gemäß den Erwartungen weiterentwickeln konnte, wurde das Unternehmen im Jahre 1998 an ein bayerisches Konsortium abgegeben. Das Konsortium stand zu dieser Zeit unter der Führung von Anton Kathrein, der als Gesellschafter der Kathrein Werke KG fungierte.
Im Jahre 2000 wurde der Sitz der Firma in Fürth komplett nach Nürnberg verlegt. Im Jahr 2001 verbuchte das Unternehmen einen Realverlust in Höhe von 150 Millionen €. Dies hatte zur Folge, dass die Banken im Jahre 2002 ihre Kreditlinien nicht mehr weiter verlängerten und so musste das Unternehmen im Jahr darauf Insolvenz anmelden.
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