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Die Siemens Unternehmensgeschichte

Werner Siemens ist im Jahre 1816 in Lenthe bei Hannover geboren worden. Rund 30 Jahre später ist es ihm gelungen den so genannten Wheatstoneschen Telegrafen zu verbessern. Es kam zur Konstruktion von einem eigenen Zeigertelegrafen. Eine Ausführung von dem Apparat hatte er Johann Georg Halske übergeben, der Mechaniker war. Es kam im Jahre 1847 zur Gründung des Unternehmens Siemens & Halske. 1853 wurde das russische Telegrafennetz aufgebaut. Zwei Jahre später wurde auch eine erste Niederlassung in Russland ins Leben gerufen. Im Jahre 1866 wurde von Werner von Siemens das dynamoelektrische Prinzip entdeckt. Die Entwicklung neuer Technologien auf dem Gebiet der Telegrafie hatte die ersten Jahre des Unternehmens bestimmt. Von Siemens wurden sehr früh die Weichen für sozialpolitische Maßnahmen gestellt, weil das Ziel verfolgt wurde, dass eine Stammbelegschaft gebildet wird. So wurde bereits 1872 eine Witwen- und Waisenkasse eingeführt. Eine weitere Niederlassung wurde 1879 von Siemens & Halske in Wien gegründet. 1890 hatte sich dann Werner von Siemens von der Spitze des Unternehmens zurückgezogen und sieben Jahre später folgte die Umstrukturierung in eine Aktiengesellschaft. Im Jahre 1903 hatte Siemens zusammen mit AEG eine Gesellschaft für das drahtlose Telegraphie System gegründet. Einige Jahre später wurden sogar ganze Industriegebiete mit der entsprechenden Infrastruktur geschaffen, weil der Konzern so stark gewachsen ist und auch entsprechend viele Mitarbeiter beschäftigte. So wurden 1913/1914 auf der ganzen Welt schon 82 000 Menschen beschäftigt. Nachdem die Söhne von Werner von Siemens 1918 bzw. 1919 verstorben waren, übernahm Carl Friedrich von Siemens, der dritte Sohn, die Leitung. Er war der Chef bis zu seinem Tod im Jahre 1941.

Mittlerweile wurden auch viele Teilgebiete vom Unternehmen erschlossen und auch selbständig operierende Gesellschaften ins Leben gerufen. 1967 wurde beispielsweise die Bosch-Siemens Hausgeräte GmbH gegründet. Seit dem Ende der 50er Jahre wurde auch das Engagement im kulturellen Bereich ausgebaut. Es wurden Förderprogramme etabliert und auch künstlerische Projekte unterstützt. Sehr bedeutend in der Geschichte von Siemens war auch die deutsche Wiedervereinigung im Jahre 1990. Ein großes Anliegen war dabei, dass der Aufbau-Ost schnell vorangetrieben wird. Siemens hatte in den neuen Bundesländern in wenigen Jahren elf Fertigungen aufgebaut. Nachdem auch die Grenzen zu Mittel- und Osteuropa geöffnet waren, wurden die Entwicklungen auch wieder verstärkt im Bereich der Telekommunikation, dem Umweltschutz, der Medizin- und Verkehrstechnik vorangetrieben.

Auch der asiatische Markt wurde sehr früh für sich entdeckt. Schon 1997 waren im asiatischen Raum 45 000 Mitarbeiter für Siemens tätig. Das Portfolio des Geschäfts ist zu dieser Zeit außerdem kontinuierlich angepasst worden. Siemens ist das größte europäische Unternehmen, das im Bereich der Computerbranche tätig ist. 1999 wurde das Geschäftsfeld ausgegliedert unter dem Namen Fujitsu Siemens Computers AG. Im Jahre 1998 wurde von Siemens das fossile Kraftwerksgeschäft von Westinghouse in den USA übernommen. Der amerikanische Elektromarkt ist der größte auf der Welt und sollte zudem auch noch mit der Siemens Aktie an der Stock Exchange von New York gestärkt werden.

Siemens gibt es nunmehr schon seit 160 Jahren und die Geschichte des Unternehmens zeigt, dass Visionen in die Realität umgesetzt werden können. Werner von Siemens hat großen Anteil am Aufwärtstrend im Bereich der technischen Entwicklungen im 19. Jahrhundert. Zudem arbeiten nun schon mehr als 450 000 Menschen in über 190 Ländern der Erde für das Unternehmen.
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